"Bruder Franz" - Stefan Daniel Zeeb

"Bruder Franz" von Stefan Daniel Zeeb

Lyrik (zwei Gedichte und eine Ballade)

56 Seiten

ISBN: 3-938606-80-0

erschienen im Mauer Verlag

 

 

Inhalt der Ballade "Bruder Franz"

 

Irland, Mitte 14. Jahrhundert. Bruder Franz, ein Architekt und Franziskanermönch, ist nach dem Bau der Kathedrale in Clonmacnoise ausgebrannt. Nach einer Ruhephase reist er auf Geheiß des Abtes nach Muckross, um dort als freier Bauberater an der Erweiterung des Klosters mitzuwirken. Er plant mit dem dortigen Baumeister Philippus an einem neuen Baustil (Gotik). Wärend Bruder Franz in Muckross die Bauarbeiten überwacht, reitet Philippus nach Kilkenny, um sich den neuen Baustil genauers anzusehen. Doch in Kilkenny angekommen, macht er eine Entdeckung, die das geordnete Leben auf der Insel durcheinander bringen wird.

 

 

Leseprobe

 

... Die ersten Strahlen blitzten schon / durch des großes Kreuzes Kranz. / "Ist das der Mühsal karger Lohn?", / dachte sich der Bruder Franz. // "Ach was denk ich über Lohn und Geld? / Wir sind Mönche hier in Clonmacnoise! / Ein schöner Ort auf Gottes Welt- / ich muss zur Kirche, ich weiß." // Eilends ging er zu der Kathedrale, / die letztens wurde eingeweiht. / Und mit hellem, frohem Schalle / läutete die Glocke zur Gebetszeit. // In der Kirche waren noch, hier und da, / Reste von den Bauarbeiten/ "Zum Glück sind jetzt die längsten Tage nah, / um die Arbeitszeiten auszuweiten. ... Mit einem innerlichen Stöhnen / setzte sich der Bruder auf die Bank. / Er gab sich hin, den himmlischen Tönen. / Und sagte Gott für alles Dank. // "Es ist nun mal nicht leicht, / Architekt im Dienst für Gott zu sein. / Wenn die Trägheit in Kopf und Glieder schleicht, / wird auch ein Baumeister ganz klein. / Dann fällt es mir schwer, klar zu denken, / einen kühlen Kopf zu bewahren. / Dann will der Satan mich wohl lenken, / aber Jesus hilft mit Engelscharen. ...

 

"Gott, wir Brüder knien vor dier nieder, / und bekennen uns´re Schuld und Sünde. / Auch wenn du schlägst auf uns´re Glieder, / hörst Du kein Klagen aus uns´rem Munde. // Denn wir sind geborgen in Deiner Hand, / auch wenn die Erde inmal untergeht. / Deine Lieb und Gnade sind das starke Band, / das des Teufels Angriff widersteht. // Gott, wir beten zu Dir in der Not, / dass Dein Wille soll geschehen. / Lass bis zum heut´gen Abendrot, / den Geist der Erkenntnis zu uns wehen. // Denn wir wissen weder Aus, noch Ein. /  Wir rufen nur noch Deinen Namen. / Alles, was wir wissen: wir sind Dein. / Erhöre unser Schreien. Amen." ...

 

Gedicht "Irische Nacht"

 

Wenn des Nebels kalter Finger / Über dunkle Moore schleicht / Und des Mondes blauer Schimmer / In die Ewigkeit entweicht / Dann erwachen jene Geister/ ...

 

Gedicht "Menschen-Leben"

 

Liebe Menschen, Freunde / Schön, wenn man sie hat / Böse Menschen, Feinde / Machen menschliches Vertrauen platt. // Starke Menschen, Helden, / haben einen weichen Kern. / Nur wenn sich Gefühle melden, / haben wir den Nächsten gern. // Das Leben ist mit Freunden / ein ganzes Stück erträglicher. / Das Leben macht durch Leiden / manchmal vieles ...

 

 

"Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Naturgedicht, philosophisch-theologische Weisheiten in Liedform, einfacher Erzählstil, Pointen ..."

Stefan Daniel Zeeb

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