Krifon-historische Fechtkunst und Rüstzeug
Krifon-historische Fechtkunst und Rüstzeug
Schule für historisches Fechten des 13.-17. Jahrhunderts Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung historischer Fechtliteratur
- Mittelalterliches Langschwertfechten
- Italienisches Rapierfechten
- Schaukampf-Choreografie für Brauchtums-, Mittelalter- und Schauspielvereine.
Leitung: Christian M. Bott
Unsere Schule
Seit dem 13. Jahrhundert sind uns eine Vielzahl historsicher Quellen überliefert, welche sich mit den damaligen Techniken des Fechtens auseinandersetzten. Diese dienen uns heute als Grundlage, um die Lehren der alten Meister wieder zu erschließen.
Das historische Fechten unterteilt sich wie folgt in das zweihändige Langschwertfechten und das einhändige Fechten mit dem Rapier und anderen Waffen:
Langes Schwert: Deutsche Schule, 13. bis 17. Jahrhundert
Rapier: Italienische Schule, 16. bis 17. Jahrhundert
Für unser Training gleichen wir die historischen Lehren miteinander ab und ziehen das Wissen sowie unsere Erfahrung aus dem heutigen Sportfechten heran, um Lücken in der Forschung zu schließen und um Erkenntnisse bezüglich der Bewegungsabläufe einfließen zu lassen.
Wöchentliches Training
Mit ca. 14 bis 16 Schülern pro Trainingseinheit haben wir vergleichsweise kleine Gruppen. So können wir individuell auf jeden einzelnen Fechter eingehen und so die Lektionen dem jeweiligen Kenntnisstand anpassen. Trainiert wird in den ersten Monaten ausschließlich mit dem Shinai. Hierbei handelt es sich um eine ca. 1,20 Meter lange Übungswaffe aus dem Kendo. Es besteht im Groben aus vier Bambuslatten, welche mit Leder quadratisch zusammengebunden sind. Der Griff besteht aus einer Lederummantellung und wird durch die Tsuba (dem japanischen Pendant zu unserer Parierstange) von der hölzernen "Klinge" getrennt. Im Gegensatz zu Holzschwertern aus Massiv-Holz hat das Shinai den Vorteil, dass es auf Grund dieser Konstruktion die Energie eines Treffers sehr gut auffängt. Mit dieser Waffe kann sich der Schüler in Ruhe auf seine Techniken und Körperkoordination (Grundstellung, Schritte, Gleichgewicht) konzentrieren, ohne ein körperliches Risiko einzugehen.
Die Übertragung der Techniken auf die schwerere Fechtwaffe aus Metall ist anschließend das Ziel. Jedoch ist trotz der anderen Gewichtsverhältnisse dieser Teil schneller als erwartet vollbracht. Dennoch bleibt das Shinai weiterhin fester Trainingsbestandteil als gute Waffe zur Reflexübung und zur Erlernung neuer und weiterführenden Techniken. Zu diesen zählen z.B. das Binden der Klinge, Halbschwert-Techniken, Hebeltechniken, Entwaffnung des Gegners, Kampf gegen mehrere Gegner, Kampf gegen andere Waffen, etc.
Ein weiteres wichtiges Element im Training ist der Freikampf (natürlich mit Übungswaffen). Hier wird der Fechter in Strategie, Taktik und psychischer Haltung geschult. Der Freikampf im Fechten führt den Schüler auf spielerische Art an die, zunächst angstbringende, Situation der direkten Konfrontation heran. Er lernt sich selbst besser kennen und verfeinert mehr und mehr seine Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis.
Übrigens: Nach unserer Erfahrung in der Fechtschule ist der Schwertkampf keineswegs nur ein Männersport, sondern für alle Begeisterten (ab 16 J.) mit einem gewissen Verständnis für Sport zu erlernen.
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